Jeden Monat stirbt eine Nutztier-Rasse aus
03.09.2007 - (lid) - Mehr als 20 Prozent der Nutztier-Rassen sind weltweit bedroht: Dies steht laut der Nachrichtenagentur SDA in einem Bericht, den die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Montag, 3. September in Interlaken BE präsentierte.
In den letzten sechs Jahren ist monatlich eine Rasse ausgestorben. Diese Entwicklung sei alarmierend, warnte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf laut SDA anlässlich der Eröffnung der internationalen Konferenz zum Erhalt der Nutztiervielfalt. Die weltweite Nachfrage nach Fleisch, Milch und Eier lasse die Massenproduktion enorm wachsen, schreibt Diouf im Vorwort des Berichts. Immer mehr Bauern würden importierte Tiere züchten. So machen heute 15 Tierrassen 90 Prozent aller Nutztiere aus.
Die FAO hat Delegierte aus über 120 Ländern eingeladen, um einen globalen Aktionsplan zum Erhalt der Nutztier-Vielfalt zu erarbeiten. Zudem soll eine "Erklärung von Interlaken" die Länder zur angemessenen Bewirtschaftung tiergenetischer Ressourcen verpflichten. Bundesrätin Doris Leuthard wird am Dienstag, 4. September an der Konferenz erwartet.