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22. May 2012, 11:05

Parlament will Holz und Holzprodukte deklarieren

26.09.2007 - (lid) - Art und Herkunft von Holz und Holzprodukten sollen deklariert werden müssen. Der Nationalrat hat am Mittwoch, 26. September mit 86 zu 77 Stimmen einer Ständeratsmotion zugestimmt, die Massnahmen gegen den Handel mit illegal gefälltem Holz verlangt.

Den Anstoss zur Motion gab der WWF Schweiz mit einer Petition, schreibt die Nachrichtenagentur SDA. Der WWF forderte ein Import- und Handelsverbot, eine Deklarationspflicht nach Holzart und -herkunft, Partnerschaften mit Herkunftsländern und Kontrollen. Dies ging dem Ständerat jedoch zu weit. Der Ständerat schlägt eine Deklarationspflicht vor, die unter Einbezug der Branche schrittweise eingeführt wird, nach dem Prinzip der Selbstdeklaration mit Stichproben funktioniert und für komplexe Holzwerkstoffe Ausnahmen vorsieht. Sie soll den Konsumenten den Kaufentscheid erleichtern. Nachdem der Nationalrat der Motion nun zugestimmt hat, muss der Bundesrat die Deklarationspflicht prüfen.

In die Schweiz werde jährlich schätzungsweise eine Million Kubikmeter illegal gefällten Holzes eingeführt, sagte Kommissionssprecher Remo Gysin (SP/BS). Die Motion sei ökologisch, wirtschaftlich und sozial wichtig. Branchenlösungen und die Schritte des Bundesrates auf internationaler Ebene genügten nicht. Bundesrätin Doris Leuthard erklärte hingegen, die Deklarationspflicht würde das Problem des illegalen Holzhandels überhaupt nicht lösen. 80 Prozent der Holzimporte stammten aus der EU, nur ein Prozent aus Tropenwäldern. Die Deklarationspflicht wäre ein weltweites Unikum. Erfolg versprechend sei nur internationale Zusammenarbeit.

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